Rudi Völler: Das war völlig unnötig

By | 22. Februar 2016

Auch einem Tag nach dem „Skandalspiel“ von Leverkusen wird heftig über das Verhalten von Bayer-Coach Roger Schmidt diskutiert. Auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hat sich zu den gestrigen Vorfällen geäußert, dabei jedoch Schmidt in Schutz genommen und die Reaktion von Schiedsrichter Felix Zwayer kritisiert.

Platzverweise für Fußball-Trainer sind keine Seltenheit, auch wenn diese sicherlich nicht jeden Spieltag in der Bundesliga vorkommen, so kennt man die Szenen wenn der Unparteiische einen Trainer auf die Tribüne verbannt. Genau solch eine spielte sich gestern Nachmittag in der BayArena ab, als Schiedsrichter Felix Zwayer Bayer-Coach Roger Schmidt nach lautstarken Protesten in der 64. Minute nach dem Gegentreffer von Pierre-Erick Aubameyang des Platzes verwies. Doch anders als seine zahlreichen Kollegen zuvor weigerte sich der 48-jährige seine Coaching-Zone zu verlassen. Zwayer unterbrach darauf das Spiel für knapp 10 Minuten und sorgte damit für ein Novum in der Bundesliga-Geschichte.

Die Partie stand kurz davor ganz abgebrochen zu werden, doch nachdem Schmidt den Platz verließ, pfiff Zwayer die Begegnung wieder an. Bayer-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich nach dem Spiel zu der kuriosen Szene zwischen Schmidt und Zwayer und kritisierte dabei das Verhalten des Unparteiischen: „Der Schiedsrichter meinte, es ein wenig spannender machen zu müssen. Man kann den Trainer auf die Tribüne schicken. Aber der Schiedsrichter hätte es ihm auch einfach vernünftig erklären können, warum er das macht. Das hat er nicht gemacht. Das Spiel zu unterbrechen und eine solche Hektik hineinzubringen, ist völlig unnötig. So zu tun, als sei etwas ganz Schlimmes passiert, ist völlig übertrieben“.

Mit seiner Sicht der Dinge dürfte Völler wohl eine sehr exklusive Meinung haben, denn faktisch hat sich Schmidt einer Anweisung des Schiedsrichters unterzogen und damit den temporären Spielabbruch selbst verursacht. Es wird spannend zu sehen wie der DFB und die DFL diesen Vorfall handeln werden.

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