Die Bundesliga 2015/16: Bayern München, Borussia Dortmund und Ingolstadt beherrschten die Schlagzeilen

By | 9. Juni 2016
Es geht wieder los! Dir Bundesliga startet in die Rückrunde

Foto: Peter Price / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Die Bundesliga-Saison ist nun seit rd. einem Monat beendet, wir werfen einen Blick zurück auf die abgelaufene Saison und insbesondere auf die größten Schlagzeilen in der Saison 2015/16.

Die Bundesligasaison 2015/16 war eine sehr spannende Spielzeit mit vielen Wendungen, wobei die Europa- und Abstiegsplätze erst am aller letzten Spieltag entschieden wurden. Bayern München hat wieder einmal seine Vormachtstellung im deutschen Fußball bekräftigt, sie wurden zum vierten Mal in Folge deutscher Meister. Ein passendes Ende für die Amtszeit von Pep Guardiola. Obwohl sie den Titel Wochen vor dem Saisonende gesichert hatten, saß ihnen der BVB über große Teile der Saison fest im Nacken. Dortmund demonstrierte so auf eindrucksvolle Weise, dass die enttäuschende Saison 2014/15 nur ein Ausrutscher gewesen war. Obwohl die Bayern und die Borussen die Saison mit einem großen Vorsprung auf ihre Verfolger abgeschlossen haben, haben auch Bayer Leverkusen (3. Platz) und Borussia Mönchengladbach (4. Platz) eine großartige Saison zu verbuchen. Dasselbe kann leider nicht über Hannover 96 und Stuttgart gesagt werden. Sie sind in die 2. Bundesliga abgestiegen. Die Eintracht aus Frankfurt hatte dann letztendlich Glück; nachdem sie am letzten Spieltag tragisch gegen Werder verloren hatten und so auf dem Relegationsplatz gelandet waren, haben sie es geschafft sich gegen Nürnberg durchzusetzen und ihren Erstligastatus zu erhalten. Arminia Bielefeld und Bochum sind die neuen Vereine in der 1. Bundesliga, die es wohl versuchen werden, Ingolstadt und Darmstadt nachzumachen. Betway schätzt die Chancen dieser Vereine den Erfolg von Leicester in der Premier League zu wiederholen natürlich als gering ein. Sie werden wohl mehr darauf aus sein, nicht gleich wieder aus der Liga zufliegen.

In seiner letzten Saison bei den Bayern hat Guardiola zwei weitere Trophäen auf die Allianz-Arena geholt; ein idealer Abschied. Er geht nun zu Manchester City. Die größte Enttäuschung seiner dreijährigen Amtszeit wird wohl sein, dass er alle drei Jahre im Halbfinale der Champions League gescheitert ist, aber der Meistertitel und DFB-Pokal sind ein recht nettes Trostpflaster. Der Spanier hinterlässt außerdem seinem Nachfolger Carlo Ancelotti auch eine exzellente Spielerbasis, auf der er für die nächste Saison aufbauen kann. Dem Kader werden sich für die nächste Saison auch Mats Hummels und das 18-jährige Wunderkind Renato Sanches anschließen. Die Bayern könnten in der nächsten Saison noch stärker auf dem Platz stehen. Ihr Erfolg in dieser Saison beruhte vor allem auf den großartigen Leistungen von Spielern wie Arturo Vidal, Thomas Müller und Douglas Costa, während Robert Lewandowski die Bundesligasaison mit unglaublichen 30 Toren aus 32 Auftritten verlässt. Selbst die Nachwuchstalente hatten in dieser Saison die Gelegenheit aufzublühen: Joshua Kimmich spielte eine bahnbrechende Saison; der 21-jährige Neuankömmling aus Stuttgart demonstrierte eine Reife, die man nicht von einem 21-Jährigen erwartet hätte und hat sich so einen Platz im EM-Kader verdient. Kimmich ist nur einer von mehreren sehr jungen und talentierten Spielern in Löws Kader, welche in Zukunft die deutsche Nationalmannschaft anführen könnten.

Jürgen Klopps Abschied vom BVB war das Ende einer Ära für den Verein, der zu einer Macht im deutschen Fußball herangewachsen war; aber Thomas Tuchel hat die Schwarzgelben übernommen und sie aufs nächste Level geführt. Der frühere Trainer des FSV Mainz 05 brachte eine neue Stabilität und größere Spielvielfalt in den Klub; und obwohl die Abwehr sicherlich noch verbessert werden kann, war der Sturm mit 82 Toren der erfolgreichste der Liga. Das Erreichen des DFB-Pokalfinales und des Viertelfinals der Europa League sind weitere Beweise dafür, dass Tuchel den BVB auf den richtigen Weg geführt hat. Ihre Punktzahl am Saisonende hätte für den Meistertitel in allen bis auf vier vorangegangenen Spielzeiten gereicht.

Trotz des erstklassigen Fortschritts des BVB in dieser Saison stellt der Verlust von Hummels und Gündogan an Bayern und Man City einen schweren Schlag für den Klub dar. Obwohl schon Ersatz für Hummels in der Form des Barcelona Abwehrspielers Marc Bartra gefunden wurde, wird Tuchel sicherlich noch weiter die Ärmel hochkrempeln müssen, um weitere Talente zu entdecken. Spieler wie Julian Weigl sind ein Beweis dafür, dass Borussia Dortmund das vielleicht beste Scouting-Netzwerk in Deutschland besitzt. Der 20-jährige hat eine großartige erste Saison gespielt, die ihm sogar einen Platz im EM-Kader verschafft hat. Kimmich, Leroy Sane und er sind die Youngsters in Löws Kader, die sich bei der EM beweisen müssen. Und obwohl der Bundestrainer wohl mehr auf seine erfahrenen Spieler vertrauen wird, sind alle drei in der Lage, ein Spiel zu drehen, wenn sie die Chance dafür erhalten. Sie sind einer der Gründe, wieso Deutschland bei den Sportwetten von Betway für einen der Topfavoriten für das Turnier in Frankreich gehalten wird. Weigl wird sicher ein fester Bestandteil von Tuchels Plänen für die nächste Saison sein, und falls sie noch ein paar weitere Talente entdecken, wird der Kader, der schon mit Spielern wie Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang gespickt ist, ein durchaus guter Titelkandidat für den Meistertitel im nächsten Jahr sein.

Während die Rivalität zwischen den Bayern und Dortmund die Schlagzeilen in dieser Saison dominiert hat, sollte man hier aber auch nicht vergessen zu erwähnen, wie sich die Aufsteiger wacker geschlagen und ihren Erstligastatus behauptet haben. Außerdem gehört auch Hertha Berlin viel Lob; sie spielten eine größtenteils phänomenale Saison und wären sich nicht durch ein Formtief in den letzten Spielen gegangen, hätten sie sich einen Platz in der Champions League verdienen können. Die Vereine Ingolstadt und Darmstadt haben es geschafft den Abstieg zu vermeiden, obwohl sie die niedrigsten Etats in der Bundesliga haben. Es ist vor allem ein großartiges Resultat für Ingolstadt, der Klub ist gerade mal zwölf Jahre alt und schon in der Bundesliga. Sie hatten ihren Klassenerhalt drei Spieltage vor Schluss gesichert. Ralph Hasenhüttl steckt hinter der großartigen Leistung von Ingolstadt, sie hatten die drittbeste Abwehr der Liga, was immer eine gute Grundvoraussetzung für Punkte ist.

Darmstadt hingegen ist zum ersten Mal in 33 Jahren in der Ersten Bundesliga vertreten, und es war eine wahrlich starke Saison für den Verein. Es stechen dabei besonders die großartigen Siege über Leverkusen und Hertha hervor. Dirk Schuster war der Drahtzieher hinter diesen überraschenden Erfolgen des Klubs, aber es bleibt abzuwarten, wie es dann in der nächsten Saison für Darmstadt weitergehen wird, da Schuster nun den Trainerposten in Augsburg übernimmt. Sie werden sicher darauf aus sein, ihre Spieler zu halten, besonders Sandro Wagner, dessen 14 Tore extrem wichtig für den Klub waren. Die Lilien würden sicher nichts dagegen haben, die nächste Saison am selben Platz abzuschließen, aber wenn sie es schaffen könnten noch etwas höher zu landen, wäre es ein weiterer Beweis für die exzellente Entwicklung im Klub, der den Klassenerhalt geschafft hat, während berühmtere (und reichere) Klubs abgestiegen sind.

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