Tony Jantschke verteidigt RB Leipzig

By | 5. September 2016

Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig wurde in den vergangenen Wochen und Monaten von zahlreichen Seiten kritisiert, auch viele Profis hatten sich zuletzt negativ über den Ostverein und dessen Philosophie geäußert. Gladbach-Kapitän Tony Jantschke kann die Debatte um Traditionsklubs nicht nachvollziehen.

Vor wenigen Jahren war es die TSG 1899 Hoffenheim im Fadenkreuz der Bundesliga-Fans, aktuell ist es RB Leipzig. Beide Vereine werden immer wieder als „Retortenklubs“ betitelt, ohne Tradition und echte Fans. Auch immer mehr Profis und Experten hatten sich zuletzt kritisch über Leipzig geäußert. Diese Haltung kann Gladbach-Kapitän Tony Jantschke nicht nachvollziehen: „Natürlich ist das ein künstlich geschaffenes Produkt. Es ist aber kein Produkt wie in England, wo jemand kommt, drei Jahre Geld reinpulvert und wieder geht. Das Projekt in Leipzig ist nachhaltiger.“

Der 26-jährige zog auch einen Vergleich zum FC Bayern München: „Der FC Bayern gehört zu 30 Prozent drei großen Firmen. Dort ist es eben eine Firma.“ Jantschke hat wenig Verständnis für die anhaltende Traditionsdebatte: „Was ist denn Tradition? Ein Gründungsdatum um 1900? Viele Erfolge in den 70ern? Ganz ehrlich, es gibt so viele ‚Traditionsvereine‘, die in der fünften Liga stecken. Und das, weil sie einfach schlecht gearbeitet haben.“

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