Hasenhüttls Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

By | 9. Dezember 2016

Am 14. Spieltag der Bundesliga kommt es zur Rückkehr des Leipziger Erfolgstrainers nach Ingolstadt. Die Konkurrenz steht in Lauerstellung und wartet auf einen Ausrutscher.

Es ist keine sechs Monate her, da war Ralph Hasenhüttl noch Trainer des FC Ingolstadt. Damals führte der Österreicher den Aufsteiger zu einem souveränen Klassenerhalt. Am Ende der Saison zog es ihn aufgrund der besseren sportlichen Perspektive nach Leipzig. Dass er mit dieser Einschätzung Recht hatte, kann die Tabelle nach 13 Spieltagen nicht deutlicher zeigen. Während Ingolstadt Letzter ist, bricht Leipzig alle Rekorde und ist als Aufsteiger noch immer ungeschlagener Klassenprimus der Liga.

Ist RB Leipzig ein Kandidat für die Meisterschaft?

Dass RB Leipzig kein üblicher Liga-Neuling ist, ist kein Geheimnis. Dass Dietrich Mateschitz und sein Sportdirektor Ralf Rangnick keine kleinen Brötchen backen, sondern die Fleischtöpfe der europäischen Wettbewerbe im Blick haben, ebenso wenig. Dass die Premierensaison allerdings derart erfolgreich verläuft, verwundert dann doch. Acht Siege in Folge, darunter Erfolge gegen Top-Mannschaften wie Leverkusen und die in starker Form befindlichen Schalker, sprechen eine deutliche Sprache. Wo soll das noch hinführen? Viele Experten trauen Hasenhüttl und seiner Mannschaft mittlerweile sogar die Meisterschaft zu. Und auch die Wettanbieter sehen RB als größten Konkurrenten der favorisierten Bayern. Bei bwin wurde beispielsweise die Quote auf den Meistertitel für Leipzig mittlerweile auf 6,0 festgesetzt. Nur die Bayern bleiben mit einer Quote von 1,15 auch dieses Jahr deutlicher Favorit. Angesichts der derart überzeugenden Auftritte Leipzigs könnte sich ein Tipp auf die Sachsen dennoch lohnen, zumal bwin momentan einen Wett-Bonus für neue Kunden anbietet.

Dafür müssten Werner, Forsberg und Co die Leistung jedoch über eine gesamte Saison abrufen: ein weiter Weg. Erster potentieller Stolperstein auf diesem ist nun Hasenhüttls Ex-Klub Ingolstadt. Seine ehemaligen Spieler erinnern sich natürlich noch gut an die Spielweise, mit der sie letzte Saison die Liga überraschten, und stehen als Tabellenletzter mit dem Rücken zur Wand. Geschenke werden in Anbetracht der Rückkehr sicher nicht verteilt.

Spitzenspiel in Frankfurt

Falls RB strauchelt, steht die Konkurrenz schon in den Startlöchern. Die Bayern sammelten Selbstvertrauen in der Champions League beim knappen Sieg gegen Atletico Madrid und treffen am Samstag auf die kriselnden Wolfsburger. Am Freitag bereits kommt es zu einem Spitzenspiel, das man so ebenso wenig erwartet hätte wie einen Tabellenführer aus Sachsen. Die ebenfalls noch ungeschlagenen Hoffenheimer gastieren bei Eintracht Frankfurt. Dabei stehen mit den jeweiligen Trainern Niko Kovac und Julian Nagelsmann zwei Übungsleiter an der Seitenlinie, die auf eine ähnliche Entwicklung schauen. Sie übernahmen in der vergangenen Saison Vereine in akuter Abstiegsnot, führten sie zum Klassenerhalt und in diesem Jahr in die oberen Tabellenregionen. Der Sieger der Partie bleibt in Lauerstellung und kann sich Samstag genüsslich vom Sofa aus anschauen, wie sich die Ingolstädter Spieler gegen ihren letztjährigen Erfolgstrainer verkaufen.

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