Ralf Rangnick: Tradition bedeutet nichts

By | 14. Dezember 2016

Der RB Leipzig steht bereits seit seiner Gründung in der Kritik von zahlreichen Fußballfans in Deutschland. Viele sehen in dem Bundesliga-Aufsteiger nur einen künstlichen Verein ohne Tradition. Nun äußerte sich RB-Sportdirektor Ralf Rangnick zu den anhaltenden Diskussionen und betonte, dass die Tradition eines Vereins nichts bedeuten würde.

Der RB Leipzig gehört zweifelsfrei zu jenen Vereinen im deutschen Profi-Fußball die in den vergangenen Jahren für ordentlich Aufsehen gesorgt haben. Der Klub wurde in seiner jetzigen Form erst 2009 gegründet und spielt knapp sieben Jahre später bereits in der Bundesliga. Die „Roten Bullen“ mischen derzeit das deutsche Oberhaus mächtig auf und liegen nach 14. absolvierten Spielen auf dem zweiten Rang, punktgleich mit dem Tabellenführer FC Bayern.

Rein sportlich gibt es wohl kaum etwas zu kritisieren bei RB, doch der Verein an sich und seine Historie bzw. die Investoren dahinter sind vielen Menschen ein Dorn im Auge. Oftmals wie den Leipzigern vorgeworfen keine Tradition, keine echten Fans und keine „Seele“ zu haben. Sportdirektor Ralf Rangnick ist immun gegen diese Kritik und äußere sich nun wie folgt dazu: „Ich denke, die Zahl der Mitglieder eines Klubs ist irrelevant. Dieses Konzept ist meiner Meinung nach altmodisch und überholt. Dortmund hat 150.000 Mitglieder, aber auf die strategische Ausrichtung des Klubs haben sie keinerlei Einfluss. Ich interessiere mich mehr für die Anzahl von Fans bei Heim- und Auswärtsspielen.“

Rangnick betonte, dass es stets um die Sache geht und den Klub am besten voranzubringen. Darüber hinaus betont dieser, dass es noch wenig Zeit brauchen wird, bis RB von allen akzeptiert wird: „Der Klub ist doch erst 2009 gegründet worden, ist also der jüngste Verein in Deutschland. Natürlich mögen uns deshalb andere Klubs nicht.“ Zum Thema Tradition und was diese bedeutet hat Rangnick auch eine klare Meinung: „Wenn man nur die Asche der vergangenen Erfolge feiert – nichts“.

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