FC Augsburg erstmals mit “eigenen“ Trikots

By | 6. Juli 2017

Unter den Augen der Öffentlichkeit und kritischen Fans stellten der FCA und Nike die neuen extra für den Verein designten Trikots vor. Anders als in den Vorjahren werden die Augsburger nicht in Shirts “von der Stange“ zum Bundesligastart auflaufen, sondern speziell für sie angefertigte Designerstücke.

Die Heimtrikots sind weiß mit grünen Nadelstreifen und roten Schultern. Auswärts werden die Augsburger künftig ganz in grün antreten. Das dritte Trikot, das sogenannte “Ausweichtrikot“ ist ganz in grau gehalten.

Zuvor wurde ein Riesenhype um die Präsentation der neuen Arbeitskleidung gemacht. 500 Fans wurden in die Augsburger Bahnhofstraße geladen. Dort stellten Marcel Heller, Fabian Giefer, Rani Khedira, Cauiby, Daniel Baier und Philipp Max mit je drei Vereins-Mitgliedern und KidsClub-Kindern die Kollektion vor. Hersteller Nike und die Verantwortlichen des Vereins versprachen, die Trikots sollten eine “große Überraschung“ werden. Nach der Präsentation nannten nicht wenige der Augsburger Anhänger die Designerstücke eher eine “Enttäuschung“.

Unglaublich aber wahr!

Neue Wettanbieter boten sogar an, darauf wetten zu lassen, welche Farben die neuen Trikots haben werden. Zum Einen: Grüne Streifen auf weißem Grund, rote Ärmel. Ok. Die Vereinsfarben. Das war zu erwarten. Also keine Überraschung für manch kritischen Fan. Nadelstreifen sind ja auch nicht besonders innovativ. Aber dennoch- schlichte Eleganz ist gerade angesagt. Vorbei sind die Zeiten, wo verspielte Trikots Anklang finden.

Gut- der rote Rundhalsausschnitt passend zu den roten Ärmeln. Auch nicht unbedingt kreativ, aber auch nicht langweilig, wie manch böse Zungen schon verlauten lassen haben. Man sollte Nike eher zugutehalten, auf überflüssigen Klimbim verzichtet zu haben. Und nicht zu vergessen, die beschränkte künstlerische Freiheit der Designer beim Fußball. Die Deutsche Fußballliga gibt strikte Richtlinien vor.

Allerdings sollte man dankbarer beim Ausweichtrikot sein, welches, wie schon erwähnt in grau gehalten ist; denn die meisten Fans konnten sich überhaupt nicht mit dem neongelben vom Vorjahr anfreunden. Die Kritiker dieser Shirts werden  auch nicht vor Freude in die Luft gesprungen sein, als die neuen grellen Torwarttrikots vorgestellt wurden. Aber all das ist ja bekanntlich eh eine Frage des Geschmacks; man wird es nie jedem recht machen können.

Erfolg wichtiger als Styling

Am Ende zählen eh nur die Punkte der Akteure die die neuen Outfits tragen. Sobald sich der Erfolg der Mannschaft einstellt, redet niemand mehr über Design oder Farbe der Kleidung. Und Erfolg ist etwas das ohnehin wichtiger für die Region ist, als sich über den Kleidungsstil der Fußball- Profis zu streiten.

Große Hoffnungen ruhen auf die beiden Neuverpflichtungen des FCA; zum einen auf Neuzugang Michael Gregoritsch von Liga- Konkurrent Hamburg, zum anderen auf den Südamerikaner Sergio Cordova. Damit verpflichteten die Augsburger gleich zwei Offensivspieler, die beide jeweils einen 5- Jahres- Vertrag erhielten.

Obwohl sich der Verein bedeckt über die Transfersummen hält, ist bekannt geworden, dass Gregoritsch rund fünf Millionen Euro und Cordova rund eine Million Euro gekostet haben sollen. Damit hat Geschäftsführer Stefan Reuter andere Konkurrenten ausgestochen. Denn um Gregoritsch bemühten sich unter anderem auch der 1. FC Köln und der SC Freiburg. Und Cordova wurde schon als Neu- Stuttgarter gesehen. Die beiden Stürmer beleben damit den ohnehin starken Konkurrenzkampf bei den Augsburgern.

Schon beim Trainingsauftakt standen 27 Spieler auf dem Feld, dazu kommen noch die Nationalspieler, die beim Confed- Cup waren, sowie angeschlagene Spieler, die noch vom Training ausgeschlossen sind. Alle diese Spieler werden sich mental mit anderen Dingen befassen (müssen) als mit der Farbe ihrer Trikots.

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