Steigt auch Borussia Mönchengladbach in den Poker um Andrej Kramaric ein?

By | 23. November 2014
Die halbe Bundesliga jagt Andrej Kramaric

Foto: Sillvestro / Wikipedia

Der kroatischer Nationalspieler Andrej Kramaric gehört derzeit zu den besten Torjägern in Europa. Der 23-jährige wird nahezu täglich mit neuen Vereinen in Verbindung gebracht. Neben zahlreichen Interessenten aus Italien, soll auch die halbe Bundesliga auf der Jagd nach dem Angreifer vom HNK Rijeka sein. Seit neustem auch Borussia Mönchengladbach.

Was haben Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und der 1. FSV Mainz 05 gemeinsam? Alle drei sollen, Gerüchten zu Folge, ihre Fühler nach dem kroatischen Nationalspieler Andrej Kramaric ausgestreckt haben. Mit Borussia Mönchengladbach soll nun ein vierter Bundesligist dazugekommen sein, dies zumindest behauptet der italienische Transfer-Experte Gianluca Di Marzio von Sky Italia.

Kramaric ist derzeit einer der meist „gejagten“ Stürmer in Europa, ein Blick auf seine Torstatistik in der laufenden Saison erklärt eindrucksvoll wieso. In insgesamt 24 Pflichtspielen traf der Mittelstürmer bereits 27 Mal und bereitete weitere drei Treffer vor. In der kroatischen HNL kommt er auf 21 Tore in 15 Spielen, in der Europa League sind es 5 Tore in 6 Spielen. Seine Torquote gepaart mit seinem aktuellen Marktwert, laut transfermarkt.de 4,5 Millionen Euro, machen ihn zu einem absoluten „Transfer-Schnäppchen“.

Der bullige Angreifer steht derzeit beim HNK Rijeka unter Vertrag, dieser läuft jedoch im kommenden Sommer aus. In Kroatien ist es ein offenes Geheimnis, dass der Stürmer im Winter verkauft werden soll um noch eine lukrative Ablösesumme zu erzielen. Kramaric selbst wechselte erst im Sommer 2013 von Dinamo Zagreb nach Rijeka, kostet damals gerade einmal 750.000 Euro und dürfte nun deutlich mehr als 5 Millionen Euro Transfererlös in die Vereinskasse spülen.

Rein objektiv betrachtet dürfte der BVB die beste Chancen haben, doch die Dortmunder haben sich im Sommer mit Adrian Ramos und Ciro Immobile bereits prominent verstärkt. Ein weiterer Stürmer im Winter scheint daher eher unwahrscheinlich. Mainz und Frankfurt dürften sowohl sportlich als auch finanziell nicht in der Lage sein Kramaric ein attraktives Angebot zu schnüren. Ein Wechsel zu Borussia Mönchengladbach hingegen könnte passen. Die Fohlen verfügen derzeit mit Max Kruse und Branimir Hrgota „nur“ über zwei echte Stürmer, zu wenig um in drei Wettbewerben bis zum Schluss oben mitzumischen. Darüber hinaus kann Gladbach Kramaric mit der Königsklasse bzw. Europa League eine verlockende Perspektive anbieten.

Aber nicht nur in Deutschland zeigt man Interesse an Kramaric, auch in Italien macht man sich große Hoffnungen. Allen voran der AC Florenz, Sampdoria Genua und auch die beiden Mailander Vereine sollen „angebissen“ haben. Auch die Tatsache, dass der HNK Rijeka mehrheitlich dem italienischen Geschäftsmann Gabriele Volpi gehört könnte am Ende eine Rolle spielen. Volpi ist bestens vernetzt in die Serie A und hat einen Wechsel nach Italien bereits öffentlich thematisiert.

Last but not least soll auch der eine oder andere Premiere League-Verein nicht abgeneigt sein, allen voran Stoke City und der große FC Chelsea. Der Fußball auf der Insel wäre für Kramaric, laut eigener Aussage, die größte Herausforderung.

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