Scheitert die Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga erneut?

By | 28. November 2014
Scheitert die Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga erneut?

Foto: Maxxl / Wikpiedia

Im März dieses Jahres scheiterte die Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga an der nötigen Mehrheit durch die Vereine der 1. und 2. Bundesliga. Laut einer SID-Umfrage droht die Einführung der umstrittenen Technik kommende Woche im zweiten Anlauf, diesmal nur mit den Erstligisten, erneut zu scheitern.

Bei der WM 2014 in Brasilien kam sie das erste Mal bei einem international Turnier zum Einsatz und konnte auf Anhieb überzeugen, in der Bundesliga tut man sich (noch) ein wenig schwer mit ihr, die Rede ist von der Torlinientechnik.

Laut einer aktuellen Umfrage des Sport-Informations-Dienstes bei den 18. Bundesliga-Klubs besteht nach wie vor keine erforderliche Zweidrittel-Mehrheit zur Einführung der Technologie. Am 4. Dezember befasst sich die Liga, auf Antrag des FC Bayern München, erneut mit der Torlinientechnik und die Abstimmung droht zur Zitterpartie zu werden. Derzeit haben sich fünf Vereine aus der Bundesliga klar gegen das technische Hilfsmittel ausgesprochen, drei Klubs sind noch unentschlossen. Genau auf diese kommt es nun an, sollten sich zwei davon gegen eine Einführung aussprechen wäre das Vorhaben bereits zum zweiten Mal gescheitert.

Bei der Liga-Versammlung im März dieses Jahres wurde die Zweidrittel-Mehrheit deutlich verfehlt. Damals stimmten auch die Zweitligisten mit ab, diesmal werden nur die 18. Vereine aus der 1. Bundesliga gefragt.

Heldt bleibt kritisch

Zu den bekanntesten Gegner der Torlinientechnik zählt der FC Schalke 04, Sportdirektor Horst Heldt äußerte sich wie folgt zur bevorstehenden Wahl:

Ich habe keine neuen Erkenntnisse gewinnen können. Wenn man über Neuerungen nachdenkt, muss man weiterdenken, etwa über den Video-Schiedsrichter. Tendenziell sind wir für den Videobeweis. Torlinientechnik ist Flickschusterei, das kommt 30 Spiele lang überhaupt nicht vor

Vereine wie Borussia Dortmund, die TSG 1899 Hoffenheim und der FC Bayern München haben sich öffentlich klar für eine Einführung der Torlinientechnik ausgesprochen. Auch die Schiedsrichter haben zuletzt die Einführung der Torlinientechnik befürwortet. Sollte die notwendige Zweidrittel-Mehrheit erreicht werden, könnte die Technik bereits ab der kommenden Saison in der 1. Bundesliga zum Einsatz kommen.

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