Bundesliga stimmt für die Einführung der Torlinientechnik

By | 4. Dezember 2014
Scheitert die Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga erneut?

Foto: Maxxl / Wikpiedia

Viel wurde darüber spekuliert, noch heftiger darüber diskutiert und nun kommt sie auch in die Fußball Bundesliga, die Rede ist von der Torlinientechnologie. Die 18 Erstligaklubs haben heute die Einführung der Torlinientechnik in Deutschlands höchster Spielklasse positiv entschieden. Bei einer Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit erzielt. Aller Voraussicht nach wird die Torlinientechnik bereits zur Saison 2015/16 offiziell eingeführt.

Im März dieses Jahres scheiterte die Einführung der Torlinientechnik in der Bundesliga noch, neun Monate später wurde diese nun im zweiten Anlauf auf der heutigen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) beschlossen.

Die Spannung vor dem zweiten Wahlgang war groß in Frankfurt, vergangene Woche machten Medienberichten die Runde, die ein erneutes Scheitern prognostizieren, doch nun herrscht endlich Klarheit. Laut dem kicker stimmten in einer geheimen Wahl 15 Bundesligavereine mit ja und nur drei mit nein. Phantom-Tore wie jenes von Stefan Kießling in der vergangenen Saison in der Partie zwischen Bayer Leverkusen und der TSG 1899 Hoffenheim sollen dank der Torlinientechnik zukünftig der Vergangenheit angehören.

Ligaverband-Präsident Reinhard Rauball äußerte sich wie folgt zu der Abstimmung und der Einführung:

Ich glaube, dass es für den deutschen Fußball ein Schritt nach vorne und eine Hilfe für die Schiedsrichter ist

Auch Spieler haben zuletzt die Einführung der Technik gefordert, unter anderem auch Bayern-Profi Thomas Müller:

Ich finde die Torlinientechnik sehr gut. Es macht das Spiel gerechter und hilft den Schiedsrichtern

Die Technik soll zur kommenden Saison 2015/16 eingeführt werden und dies ausschließlich in der 1. Bundesliga. Bei der Frage nach dem technischen System hatte sich der Ligavorstand bereits im Vorfeld der Wahl für das aus dem Tennis bekannte britische Hawk-Eye-System entschieden. Dieses wird bereits seit dem vergangenen Jahr in der englischen Premier League eingesetzt und kostet zwischen 150.000 und 180.000 Euro pro Saison und Verein. Das deutsche System GoalControl, welches von der FIFA bei der WM 2014 in Brasilien erstmals eingesetzt wurde, fand keine Mehrheit bei der DFL.

Interessant ist auch die Tatsache, dass sich nun auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei der Frage der Torlinientechnik der DFL anschließen wird. Das geforderte Hilfsmittel wird kommende Saison ab den Viertelfinalspielen im DFB-Pokal zum Einsatz kommen.

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