Hamburger SV: HSV gerät nach Absage von Investor Klaus-Michael Kühne unter finanziellen Druck

By | 20. Dezember 2014
Hamburger SV: Investor Klaus-Michael Kühne erteilt dem HSV eine Absage

Foto: Marco Fieber / flickr

Bekommt der HSV kommende Saison Probleme mit der Lizensierung? Investor und Milliardär Klaus-Michael Kühne wird sein bestehendes Darlehen nicht, wie ursprünglich angedacht, in Anteile an der Aktiengesellschaft des Hamburger SV umwandeln. Damit geraten die Hanseaten ab dem Sommer 2015 unter großen finanziellen Druck.

Insgesamt 25 Millionen Euro bis 2017 muss der Hamburger SV in drei Raten an den Unternehmer Klaus-Michael Kühne zurückzahlen. HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein äußerte sich in der Bild-Zeitung wie folgt dazu:

Herr Kühne wird sein bis Ende dieses Jahres vereinbartes Optionsrecht nicht wahrnehmen

Der Milliardär hat bzw. hatte die Option sein Darlehen an den HSV in Anteile an der Aktiengesellschaft umzuwandeln. Hätte Kühne diese vertragliche Option gezogen, wäre er mit insgesamt 7,6 Prozent an der HSV AG beteiligt gewesen. Vor dem Hintergrund des Verzichts wird nun spekuliert ob die Rückzahlung/Tilgung des Kredits dem HSV vor Probleme bei der kommenden Lizenzerteilung für die Saison 2015/16 stellen könnte.

Finanzieller Druck auf den HSV steigt

Durch die Entscheidung von Kühne gerät der HSV (erneut) unter extremen finanziellen Druck, denn die erste Rate in Höhe von über zwei Millionen wird bereits im Sommer 2015 fällig. Die zweite (sechs Millionen Euro) 2016 und die restlichen 17 Millionen Euro in 2017. Doch die Hanseaten müssen nicht nur den Unternehmen bedienen, auch die Fan-Anleihe für den HSV-Campus, das geplante Nachwuchsleistungszentrum der Hamburger, muss bis 2019 beglichen sein. Hier kommen weitere 17,5 Millionen Euro Raten auf den HSV zu. Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird ist vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung offen.

Verkauft der Hamburger SV sein Stadion?

Spielerverkäufe im Winter/Sommer sind aufgrund der sportlich anhaltenden Talfahrt keine Option für die Verantwortlichen in Hamburg. Im Gegenteil, kommenden Sommer ist die Ablösesumme für Lewis Holtby fällig, diese beläuft sich auf 6,5 Millionen Euro. Sparmaßnahmen bei der Profimannschaft, die über einen Etat von 38 Millionen Euro verfügt, wird es jedoch sicherlich geben.

Laut dem Hamburger Abendblatt sind auch weitere Anteilsverkäufe an der AG geplant, auch das Tabu-Thema Stadion-Verkauf könnte bald wieder auf der Agenda stehen. Der Widerstand diesbezüglich ist noch groß beim HSV, aber im Kampf um die Lizensierung für die Saison 2015/16 werden den Hamburgern ggf. keine anderen Optionen zur Verfügung stehen.

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