Transfer-Check 2015/16: Die Top-Elf der Bundesliga-Abgänge

By | 6. September 2015
Bundesliga News

Foto: struppi0601 / pixabay

Neben den zahlreichen Spielern, die in die Bundesliga gewechselt sind, gibt es auch einige Akteure, die die erste deutsche Profiliga verlassen haben. Besonders viele Akteure der Bundesliga zog es in diesem Jahr nach England. bulinews.de hat sich die Abgänge genauer angesehen und eine Top-Elf der Bundesliga-Abgänge zusammengestellt. Alleine acht von elf Spielern dieser Top-Elf folgten den Lockruf aus England und wechselten in die Premier League.

Tor: Kevin Trapp

Der 25-Jährige Torhüter verließ die Eintracht aus Frankfurt nach insgesamt 3 Spielzeiten und schloss sich dem französischen Meister Paris Saint-Germain an. Die Eintracht erhielt für Trapp, der 2012 für 1,5 Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern nach Frankfurt wechselte, rund 9,5 Millionen Euro Ablöse. Diese Summe kann sich durch erfolgsabhängige Nachzahlungen jedoch noch erhöhen. In Frankreich weiß der deutsche Torhüter durchaus zu überzeugen. In der Vorbereitung konnte sich Trapp gegen den langjährigen Stammtorhüter Salavatore Sirigu durchsetzen und verdrängte den Italiener auf die Bank. In bisher fünf Pflichtspielen im Dress seines neuen Clubs kassierte der Torhüter keinen einzigen Gegentreffer.

Verteidigung: Abdul Rahman Baba, Sebastian Prödl und Antonio Rüdiger

In der Verteidigung sind drei Spieler gelistet. Der erste ist Abdul Rahman Baba. Der 21-Jährige ging nach nur einer Spielzeit in Augsburg nach England zum FC Chelsea. Die Augsburger erhalten für den Nationalspieler Ghanas eine Ablöse von rund 20 Millionen plus erfolgsabhänige Nachzahlungen. Baba war erst vor einem Jahr für 2,5 Millionen Euro nach Augsburg gekommen und reifte in Augsburg zum Stammspieler. Er spielte sich mit seinen guten Leistungen in den Fokus anderer Clubs und war in diesem Sommer heiß umworben. In London soll er nun sich nun gegen Linksverteidiger César Azpilicueta konkurrieren und den abgewanderten Filipe Luis ersetzen, den es nach nur einer Saison zurück zu Atletico Madrid zog.
Der zweite Mann im Bunde ist Sebastian Prödl. Der Österreicher verließ den SV Werder Bremen nach insgesamt mehr als sieben Jahren ablösefrei und ging ebenfalls nach England. Der Premier-League-Aufsteiger FC Watford sicherte sich die Dienste des 1,94 m großen Österreichers und stattete den Innenverteidiger mit einem 5-Jahres-Vertrag aus. Prödl konnte sich durchsetzen und stand bisher in allen vier Premier League-Spielen in der Startelf der „Hornets“.
Der dritte Mann verließ die Bundesliga ebenfalls, jedoch nicht nach England. Antonio Rüdiger kehrte dem VFB Stuttgart den Rücken und ging nach Italien zum AS Rom. Die
“ Rossoneri“ sicherte sich die Dienste des Verteidigers und lieh den 22-Jährgien inklusive Kaufplicht aus. Insgesamt könnte Stuttgart für Rüdiger eine Ablöse von bis zu 15 Millionen Euro erhalten. Aktuell laboriert der 1,87 m große Verteidiger jedoch noch an einer Knieverletzung.

Mittelfeld: Ivan Perisic, Kevin de Bruyne, Roberto Firmino und Heung-Min Son

Im defensiven Mittelfeld sind ebenfalls zwei Spieler gelistet, die die höchste deutsche Spielklasse verlassen haben und in die Premier League gewechselt sind.
Zum hat Bastian Schweinsteiger nach über 17 Jahren den F C Bayern verlassen und ist zu Manchester United gegangen. Der englische Rekordmeister zahlte 9  Millionen Euro für den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und stattete Schweinsteiger mit einem Vertrag bis 2018 aus. Der 31-Jährige absolvierte bisher sechs Pflichtspiele für seinen neuen Verein.
Die linke Seite im defensiven Mittelfeld bekleidet Valon Behrami. Nach nur einer Saison beim Hamburger SV verließ der Schweizer die Bundesliga wieder und wechselte wie Sebastian Prödl zum FC Watford. Der HSV erhielt für den 30-Jähirgne noch eine Ablösesumme von rund 3,5 Millionen Euro. Behrami stand in der Premier League bisher in allen vier Spielen in der Startelf beim FC Watford.
Die offensive Reihe der Top-Elf besteht ebenfalls zum Großteil aus Akteuren, die in nach England gewechselt sind. Von den vier gelisteten Spielern folgten drei Akteure den Lockruf aus der Premier League.
Ivan Perisic dagegen nicht. Der Kroate ging nach vier Spielzeiten in der Bundesliga zu Inter Mailand. Die Italiener bezahlten rund 16 Millionen Euro an den VFL Wolfsburg für den 26-Jährigen. Die Ablöse kann sich im Erfolgsfall noch auf 19 Millionen Euro erhöhen. Perisic wechselte 2011 vom FC Brügge nach Dortmund und zog eineinhalb Jahre später nach Wolfsburg weiter und avancierte dort zum Leistungsträger und Stammkraft. In Mailand unterschrieb er einen Vertrag bis 2020.
Sein Teamkollege aus der letzen Saison verließ den VFL Wolfsburg ebenfalls. Kevin de Bruyne wechselte nach wochenlangen Verhandlungen zu Manchester City. Die Engländer bezahlten eine Rekordablösesumme von rund 74 Millionen Euro plus eventuelle Nachzahlungen für den Belgier. De Bruyne war bereits in England beim FC Chelsea unter Vertrag , wurde jedoch immer wieder verliehen und konnte sich nach seiner Leih-Rückkehr im Jahr 2013 vom SV Werder Bremen nicht unter Jose Mourinho durchsetzen. Ein halbes Jahr später wechselte der  Mittelfeldspieler dann für 18 Millionen Euro zum VL Wolfsburg. Er avancierte zur Stammkraft und zum Leistungsträger im Team von Dieter Hecking. Nun, anderthalb Jahre später kehrt der Belgier nach England zurück und unterschrieb einen Vertrag bis 2021 bei Manchester City.
Roberto Firmio verließ die Bundesliga ebenfalls in Richtung Premier League. Der Brasilianer ging für eine vereinsinterne Ablöse von 41 Millionen Euro zum FC Liverpool und ist damit nach Kevin De Bruyne der zweitteuerste Abgang der Bundesliga-Geschichte. Nach über Jahren in Hoffenheim und 153Pflichtspielen für die „Kraichgauer“ wagt der Mittelfeldspiele r nun den nächsten Schritt seiner Karriere mit dem Wechsel auf die Insel. In Liverpool unterzeichnete Firmino einen Vertrag bis 2020. Er absolvierte bisher vier Pflichtspielen für seinen neuen Verein, zweimal davon Stand er in der Startelf.
Der vierte Mittelfeldspieler in der Top-Elf ist Heung-Min Son. Der Nationalspieler Südkoreas verließ die Bundesliga nach über fünf Jahren und 165 Pflichtspielen im Trikot vom Hamburger SV und Bayer Leverkusen und wechselte zu den Tottenham Hottspurs. Die Londoner überwiesen rund 30 Millionen Euro nach Leverkusen, um sich die Dienste des Flügelspielers zu sichern. Son unterzeichnete einen Vertrag bis 2020.

Sturm: Shinji Okazaki

Shinji Okazaki komplettiert die Top-Elf. Der japanische Angreifer folgte ebenfalls den Lockruf auf die Insel und ging zu Leicester City. Im Gegenzug erhielt Mainz eine Ablöse von 11 Millionen Euro. Eine beachtlich hohe Summe, wenn man bedenkt, dass Okazaki den Verein im nächsten Jahr ablösefrei verlassen hätte, da er nur noch Vertrag bis 2016 gehabt hätte. Der Angreifer stand bisher in allen Premier League-Spielen von Leicester in der Startelf und konnte auch schon seinen ersten Treffer bejubeln.
die Top-Elf in der Übersicht:

Top-Elf_Abgänge

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