In angespannter Lage feuert Iran Raketen auf seine Nachbarn ab – Hintergrund, Angriffe gegen Iran, Experteneinschätzung | Nachricht

Der Iran hat Raketenangriffe auf Syrien, den Irak und kürzlich Pakistan gestartet. Professor Hannu Jusola sagt, die Angriffe könnten einen Teufelskreis der Gewalt im Nahen Osten anheizen.

In dem Video berichten iranische Fernsehnachrichten über Angriffe in nördlichen Teilen des Irak.

Angesichts der instabilen Lage im Nahen Osten ist das Verhalten Irans überraschend. Der Iran hat diese Woche mehrere Raketenangriffe auf seine Nachbarn gestartet, zuletzt gestern Abend auf Pakistan. Pakistan berichtete, dass zwei Kinder getötet und drei weitere verletzt wurden.

Pakistan warnt Iran vor „schwerwiegenden Konsequenzen“.

Pakistan hat seinen iranischen Botschafter bereits zu Hause zurückgerufen und der iranische Botschafter, der Pakistan besucht, kann nicht auf seinen Posten zurückkehren.

Nach Angaben des Iran wurde es von einer sunnitisch-muslimischen militanten Gruppe ins Visier genommen, die in der pakistanischen Provinz Belutschistan operierte. Iran machte iranische Sicherheitskräfte entlang der Grenze zwischen den beiden Ländern für den Angriff verantwortlich. Laut Iran unterstützt Pakistan Terroristen.

Professor für Nahoststudien an der Universität Helsinki Hannu Jusola Dieses Problem besteht zwischen den beiden Ländern schon seit langem.

Iran hat auf der Karte mehrere Raketenangriffe auf seine Nachbarn angezeigt. Foto: Harry Wahakangas / Yil, Kartenersteller, OpenStreetMap

Der Iran hat in der Nacht vor Dienstag auch das irakische Kurdistan und Syrien angegriffen.

In Syrien richteten sich die Angriffe laut Jusola auf Gebiete, in denen die Opposition im Gegensatz zur offiziellen syrischen Regierung operiert.

Doch die Terrororganisation ISIS operiert dort weiterhin. Iran behauptet, der Angriff sei gezielt gegen das Land gerichtet gewesen.

Angriffe auf den Irak hingegen könnten einen direkten Gegenangriff gegen Irans Erzfeind Israel bedeuten. Die iranischen Revolutionsgarden sagten, ein israelisches Spionagezentrum im Irak sei das Ziel ihrer ballistischen Raketen gewesen.

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Kommandeur der Revolutionsarmee Hossein Salamin Insgesamt wurden 15 Raketen abgefeuert.

– Es gibt Hinweise auf Aktivitäten des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad in den Regionen. Aber Jusola sagt, Iran habe auch Probleme in der autonomen Region Irakisch-Kurdistan.

Laut Jusola geht Iran davon aus, dass im irakischen Kurdistan Widerstandskräfte operieren, die für innere Unruhen im Iran sorgen.

Irakisch-kurdischer Premierminister Masroor Barzani Er bestritt, dass in der Gegend ein Geheimdienst tätig sei.

– Das Erstaunlichste ist, dass wir an diesem Konflikt in keiner Weise beteiligt sind. „Wir wissen nicht, warum der Iran unschuldige Zivilisten angreift“, sagte er gegenüber Reuters.

Laut Reuters äußerte sich das Büro des israelischen Premierministers nicht zum Thema des Spionagezentrums, aber der Iran scheint seine Offensive gegen Israel an mehreren Fronten fortzusetzen.

Jusola: Über die Absichten Irans kann man nur spekulieren

Über die Beweggründe Irans könne man Jusola zufolge nur Vermutungen anstellen. Der Iran war möglicherweise in jüngster Zeit das Ziel von Anschlägen – zuletzt die Terroranschläge des IS Anfang des Jahres in Kerman.

Am 3. Januar 2024 kam es in der iranischen Stadt Kerman zu zwei Explosionen, bei denen rund 100 Menschen ums Leben kamen.

Am 3. Januar 2024 kam es in der iranischen Stadt Kerman zu zwei Explosionen, bei denen rund 100 Menschen ums Leben kamen. Der IS bekannte sich zu dem Anschlag. Bildnachweis: EPA-EFE/MEHR NEWS AGENCY

Jussola analysiert, dass die Angriffe Irans eine Reaktion auf innenpolitischen Druck seien.

– Sie können sich vorstellen, dass es nicht im Interesse Irans ist, in dieser Situation neue Fronten zu eröffnen. Möglicherweise wurde es als das Beste erachtet, gegen Gegner zuzuschlagen, die zuvor gehandelt hatten.

Das Vorgehen Irans ist natürlich nicht gut für die Stabilität der Region, ganz im Gegenteil.

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– Jede Öffnung einer neuen Front oder damit verbundene Gewalt erhöht die allgemeine Unsicherheit in der Region. Es gehe um US-Angriffe auf den Jemen oder um diese iranischen Angriffe, resümiert Jussola.

Quelle: Reuters

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